Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und die berühmte Mischung Dukkah: Wir stellen die wichtigsten Gewürze der ägyptischen Küche vor und zeigen, warum ein Besuch im Gewürzladen zu jeder Reise gehört.
Wer in Ägypten durch einen Basar läuft, riecht es lange, bevor er es sieht: Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, getrocknete Blüten, dazu der Duft von frisch geröstetem Sesam. Gewürze sind das Herz der ägyptischen Küche. Sie geben schlichten Gerichten wie Bohnen, Linsen oder Reis ihren unverwechselbaren Geschmack und erzählen ganz nebenbei etwas über die Geschichte des Landes. Hier sind die wichtigsten, die ihr kennen solltet.
Kreuzkümmel: Das Gewürz, das fast überall dabei ist
Kreuzkümmel gehört in nahezu jede Küche der Region und ist in Ägypten kaum wegzudenken. Er wärmt Bohnengerichte, begleitet Linsen und Reis und steckt in vielen Gewürzmischungen. Sein Aroma ist erdig, warm und leicht herb. Wer morgens an einem Straßenstand in Kairo eine Schale Ful bekommt, schmeckt ihn fast sicher heraus.
Koriander: Frisch und als Samen
Koriander begegnet euch in Ägypten in gleich zwei Formen. Die frischen Blätter geben Gerichten wie der Taameya, dem ägyptischen Pendant zu Falafel, ihre grüne Farbe und Frische. Die getrockneten Samen sind dagegen leicht fruchtig, süßlich und ein wenig scharf. Gemahlen sind sie Teil vieler Mischungen, allein werden sie eher selten verwendet.
Zimt und Kardamom: Süß und würzig zugleich
Zimt ist leicht süß und leicht pfeffrig. In Ägypten kommt er sowohl in Süßspeisen und Heißgetränken als auch in herzhaften Gerichten zum Einsatz. Kardamom ergänzt ihn mit seinem etwas süßlichen, leicht brennenden Aroma, das ein wenig an Eukalyptus erinnert. Gemeinsam mit Kreuzkümmel und Koriander sind beide wichtige Bestandteile von Baharat, einer pfeffrig süßlichen Gewürzmischung, die gern zu Hähnchen, Lamm, Gemüse und Reisgerichten verwendet wird.
Sumach und Za'atar: Die säuerliche Seite
Sumach besteht aus den gemahlenen Früchten des gleichnamigen Strauchs und schmeckt zitrusartig und leicht herb. Er ist die Basis von Za'atar, einer Mischung unter anderem mit Thymian, Oregano und Sesam. Za'atar würzt Brot, Dips, Suppen und Marinaden und ist in der arabischen Küche weit verbreitet.
Dukkah: Die Mischung, die Ägypten berühmt machte
Das vielleicht bekannteste ägyptische Gewürz ist Dukkah, auch Duqqa geschrieben. Der Name kommt vom arabischen Wort für zerstoßen oder zermahlen, und genau so wird es hergestellt: Nüsse, Sesam und Gewürze werden geröstet und anschließend grob im Mörser zerstoßen, niemals zu feinem Pulver. Traditionell enthält Dukkah Haselnüsse, alternativ Mandeln, Pistazien oder Cashews, dazu Sesam, Koriandersamen, Kreuzkümmel sowie Pfeffer und Salz.
Früher war Dukkah ein einfaches Alltagsgewürz, das Straßenhändler verkauften. Mit Brot und Olivenöl wurde daraus eine günstige, nahrhafte Mahlzeit. Und so isst man es bis heute: erst das Brot in Olivenöl tunken, dann in die Mischung drücken. Über Australien und später durch Köche wie Yotam Ottolenghi wurde Dukkah auch in Europa bekannt. Der Geschmack ist nussig und warm, milder als Ras el Hanout und nussiger als Za'atar. Wichtig zu wissen: Dukkah enthält Nüsse und Sesam, die zu den Allergenen zählen.
Gewürze mit nach Hause nehmen
Wer Ägypten wirklich schmecken will, sollte sich Zeit für einen Gewürzladen nehmen. Viele Händler lassen euch riechen, probieren und erklären gerne, wofür welche Mischung gedacht ist. Ein Tütchen Dukkah, ein Glas Kreuzkümmel oder getrocknete Blüten für Tee sind ein persönlicheres Mitbringsel als jedes Souvenir und bringen den Geschmack der Reise zurück in die eigene Küche.
Auf einer Reise mit NT World Travel lohnt sich ein Stopp am Gewürzstand ganz besonders: Probiert euch durch Ägyptens Aromen und bringt euch ein Stück davon mit nach Hause.
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