AKTUELLES AUS ÄGYPTEN

Spaniens Königspaar auf den Spuren der Pharaonen in Luxor

20. September 2025 · NT World Travel Redaktion

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Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia beendeten ihren Staatsbesuch in Ägypten mit einer Reise zu den Tempeln, Königsgräbern und spanischen Ausgrabungsprojekten in Luxor.

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia haben ihren viertägigen Staatsbesuch in Ägypten mit einer Reise nach Luxor beendet. Dort besichtigten sie nicht nur einige der bekanntesten Monumente des Alten Ägypten, sondern besuchten auch zwei archäologische Projekte unter spanischer Leitung.

Zu den Stationen gehörten der Hatschepsut-Tempel, das Luxor-Museum, das Tal der Könige sowie die Ausgrabungen am Totentempel von Thutmosis III. und in Dra Abu el-Naga. Damit stand zum Abschluss der Reise ein Thema im Mittelpunkt, das Ägypten und Spanien seit Jahrzehnten verbindet: die gemeinsame Erforschung und Bewahrung des ägyptischen Kulturerbes.

Ein besonderer Abend am Hatschepsut-Tempel

Nach ihrer Ankunft in Luxor besuchten Felipe und Letizia am 18. September 2025 den Totentempel der Pharaonin Hatschepsut. Das spanische Königspaar erlebte die Anlage am Abend in ihrer neuen Beleuchtung.

Der in mehreren Terrassen errichtete Tempel liegt vor den steilen Felswänden von Deir el-Bahari und zählt zu den eindrucksvollsten Bauwerken am Westufer des Nils. Er wurde im 15. Jahrhundert vor Christus für Hatschepsut geschaffen, eine der wenigen Frauen, die als Pharao über Ägypten herrschten.

Die abendliche Inszenierung setzte Säulenhallen, Terrassen und Felskulisse besonders wirkungsvoll in Szene. Felipe und Letizia nahmen sich Zeit für Erklärungen, fotografierten die Anlage und hielten ihren Besuch auch mit einem gemeinsamen Erinnerungsbild fest.

Spanische Entdeckungen im Luxor-Museum

Am folgenden Morgen begann das Programm im Luxor-Museum. Anders als große Museen mit umfangreichen Sammlungen zeigt es eine gezielte Auswahl hochwertiger Fundstücke aus der Region.

Für das spanische Königspaar war der Besuch auch deshalb besonders interessant, weil dort mehrere Objekte aus spanisch geleiteten Ausgrabungen ausgestellt sind. Die Archäologen Myriam Seco und José Manuel Galán stellten dem Paar persönlich einige der wichtigsten Funde ihrer Projekte vor.

Dazu gehörten gut erhaltene Särge, die etwa aus den Jahren 2000 und 1600 vor Christus stammen, sowie Grabbeigaben, Schmuckstücke und weitere Fundstücke aus dem Bereich des Totentempels von Thutmosis III.

Die Objekte zeigen, wie eng Museum und Ausgrabungsstätte zusammengehören: Was Archäologen in mühevoller Arbeit freilegen und wissenschaftlich untersuchen, erhält im Museum einen geschützten Ort und wird zugleich für Besucher verständlich gemacht.

Zwei außergewöhnliche Gräber im Tal der Könige

Anschließend besuchten König Felipe und Königin Letizia das Tal der Könige. Dort besichtigten sie zwei Gräber, die zu den eindrucksvollsten der königlichen Nekropole gehören.

Das Grab KV9 wurde zunächst für Ramses V. angelegt und später von seinem Nachfolger Ramses VI. erweitert. Seine farbigen Wanddarstellungen zeigen religiöse Texte und Bilder, die den verstorbenen Pharao auf seinem Weg durch die nächtliche Unterwelt begleiten sollten.

Danach betrat das Königspaar das Grab KV17 von Sethos I., dem Vater Ramses’ II. Es zählt zu den längsten, tiefsten und kunstvollsten Gräbern im Tal der Könige. Seine Reliefs und Malereien sind von außergewöhnlicher Qualität und haben einen großen Teil ihrer ursprünglichen Farbwirkung bewahrt.

Der Besuch machte deutlich, dass das Tal der Könige weit mehr zu bieten hat als das berühmte Grab Tutanchamuns. Jede Grabanlage besitzt eine eigene Architektur, Bildsprache und Geschichte.

Der Totentempel von Thutmosis III.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war der Besuch des Projekts am sogenannten „Tempel der Millionen von Jahren“ des Pharaos Thutmosis III. Die spanische Archäologin Myriam Seco führte Felipe und Letizia durch das Ausgrabungsgelände.

Der terrassenförmig angelegte Totentempel entstand am Westufer des antiken Theben. Seit 2008 wird das Gelände von einem ägyptisch-spanischen Team systematisch erforscht, konserviert und für die Zukunft gesichert.

Die Arbeiten brachten nicht nur Überreste des eigentlichen Tempels ans Licht. Auf dem Gelände wurden auch Gräber aus unterschiedlichen Epochen entdeckt, die einen Zeitraum von ungefähr 2000 bis 500 vor Christus abdecken.

Zu den Funden gehören Grabbeigaben, goldener und silberner Schmuck sowie ein aufwendig gestalteter Kartonagesarg. Einige dieser Objekte konnte das Königspaar zuvor im Luxor-Museum sehen. Dadurch entstand eine direkte Verbindung zwischen ihrem Fundort, der wissenschaftlichen Arbeit und der heutigen Präsentation im Museum.

Das Djehuty-Projekt in Dra Abu el-Naga

Felipe und Letizia besuchten außerdem das Djehuty-Projekt in Dra Abu el-Naga am nördlichen Rand der thebanischen Nekropole. Der spanische Ägyptologe José Manuel Galán leitet das Projekt seit 2002.

Namensgeber ist Djehuty, ein hoher Beamter aus der Regierungszeit Hatschepsuts. Er war unter anderem für den königlichen Schatz zuständig und ließ in Dra Abu el-Naga eine reich dekorierte Grabkapelle errichten.

Das Projekt beschäftigt sich jedoch nicht nur mit seinem Grab. Das Team untersucht und restauriert eine ganze Gruppe von Grabanlagen und Bestattungen aus verschiedenen Epochen. Dabei geht es um weit mehr als spektakuläre Entdeckungen: Befunde müssen dokumentiert, empfindliche Malereien stabilisiert und Fundstücke über Jahre hinweg ausgewertet werden.

Gerade diese kontinuierliche Arbeit macht deutlich, wie viel Zeit und Fachwissen nötig sind, um Ägyptens Geschichte Schritt für Schritt besser zu verstehen.

Eine archäologische Zusammenarbeit mit langer Geschichte

Die Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Spanien reicht bis in die 1960er-Jahre zurück. Damals beteiligte sich Spanien an der internationalen UNESCO-Kampagne zur Rettung der nubischen Tempel, die durch den Bau des Assuan-Staudamms und den steigenden Wasserspiegel des Nassersees bedroht waren.

Als Anerkennung für diese Unterstützung schenkte Ägypten Spanien 1968 den Tempel von Debod. Der altägyptische Tempel wurde in Madrid wieder aufgebaut und ist heute eines der ungewöhnlichsten historischen Bauwerke der spanischen Hauptstadt.

Inzwischen arbeiten mehrere spanische Forschungsgruppen in Ägypten. Der Besuch von Felipe und Letizia würdigte deshalb nicht nur einzelne Entdeckungen, sondern auch eine wissenschaftliche Partnerschaft, die über Jahrzehnte gewachsen ist.

Der Schutz archäologischer Stätten ist eine internationale Aufgabe. Ägypten bewahrt ein Kulturerbe, das im Land selbst verwurzelt ist, aber Menschen auf der ganzen Welt berührt. Ausländische Missionen können mit Forschung, Technik und finanzieller Unterstützung dazu beitragen – immer in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Fachleuten.

Abschied vom historischen Winter Palace

Während ihres Aufenthalts wohnte das Königspaar im traditionsreichen Winter Palace Hotel am Nilufer. Das 1907 eröffnete Haus ist eng mit der Geschichte des frühen Ägyptentourismus verbunden und beherbergte im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche bekannte Persönlichkeiten.

Vor der Abreise trug sich König Felipe in das Gästebuch ein. Er bedankte sich für den besonderen Aufenthalt und äußerte die Hoffnung, eines Tages zurückzukehren.

Nach den Besuchen der beiden spanischen Ausgrabungsprojekte reisten Felipe und Letizia vom Flughafen Luxor zurück nach Spanien. Damit endete ein Staatsbesuch, der politische Zusammenarbeit mit einer sehr persönlichen Begegnung mit Ägyptens Geschichte verband.

Luxor mit NT World Travel erleben

Die Stationen des Königspaares zeigen, warum für Luxor mehr als ein kurzer Aufenthalt eingeplant werden sollte. Auf beiden Seiten des Nils liegen Tempel, Königsgräber, Museen und aktive Ausgrabungsstätten, die gemeinsam ein beeindruckendes Bild des antiken Theben ergeben.

Bei unseren Ägyptenreisen gehört Luxor zu den wichtigsten Stationen. Unsere Gäste besuchen unter anderem den Karnak-Tempel, das Tal der Könige und den Totentempel der Hatschepsut. Je nach Reiseverlauf können weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflüge hinzukommen.

Luxor lässt sich mit einer klassischen Nilkreuzfahrt, einer Reise auf einer traditionellen Dahabeya, einem Aufenthalt in Kairo und Gizeh oder einer Weiterreise nach Abu Simbel verbinden.

Begleitet werden unsere Gäste von einer deutschsprachigen, lizenzierten Reiseleitung. Denn in Luxor gibt es nicht nur viel zu sehen. Erst wenn die Tempel, Gräber und Fundstücke in ihren geschichtlichen Zusammenhang eingeordnet werden, wird verständlich, warum dieser Ort Archäologen, Königshäuser und Reisende aus aller Welt bis heute fasziniert.

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